Eine Zeitreise durch die Geschichte des Liederkranz 1837 Schwenningen e.V.

Chronik Gisbert & Anton

"Hallo Anton, Klasse, daß ich dich treffe. Du bist doch Mitglied im Liederkranz? Da bin ich jetzt auch eingetreten. Weißt Du etwas über seine Entstehung und Geschichte?"

"Ja, Gisbert, da kann ich Dir einiges erzählen. Am besten ist, Du kommst heute Abend zu mir, dann können wir es uns gemütlich machen. 162 Jahre Geschichte sind nicht so hoppla hopp abgehandelt. Außerdem kann ich Dir noch ein paar Bilder zeigen."

Am Abend sitzt Gisbert mit Anton in dessen Wohnzimmer.

Wir begleiten die Zwei auf Ihrer Reise durch die Zeit und starten im Jahr 1837.

Chronik Epoche

 1837 - 1889

Anton beginnt zu erzählen: Damals, Schwenningen war noch ein Pfarrdorf mit 3733 Einwohnern und knapp 450 Häusern, gründete der Lehrer Lauffer, zusammen mit zwölf Männern, den Liederkranz.

Im Gründungsprotokoll waren schon die Namen von 32 Sängern und zehn Ehrenmitgliedern vermerkt. Es trägt das Datum vom 9. Oktober 1837. Anfängliche Schwierigkeiten, die Gemeinschaft zu erhalten, ergaben sich aus den Revolutionsjahren 1848/49 und den Brand- und Teuerungsjahren 1850/52.

Chronik Urkunde
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Gisbert: "Woher kommt denn die Idee des Chorgesanges?"

Anton: Der Grundgedanke, den Männergesang auch vierstimmig auszuüben, kam aus der Schweiz und breitete sich von dort über Süddeutschland aus. Im Liederkranz wurde diese Mehrstimmigkeit zum Ziel gesetzt. Erst ab 1855 nahm die Zahl der Sänger und das Ansehen des Liederkranz zu. Geprobt wurde in einem Zimmer der Gaststätte "Waldhorn" am Marktplatz, heute Kebab-Lokal und Textilgeschäft. 1863 trat der Verein dem Schwäbischen Sängerbund bei und weihte ein Jahr später die erste Vereinsfahne. Nun ließen auch die Erfolge nicht länger auf sich warten. Im Juni 1865 gewann der Liederkranz den 1. Preis beim schwäbischen Liederfest in Rottweil, einen Silberbecher, in den alle Sängernamen eingraviert waren. Durch den Krieg 1870/71 wurden die Reihen der Sänger gelichtet und mußten unter großen Anstrengungen wieder aufgefüllt werden. Die Chorproben fanden regelmäßig wöchentlich im Nebenzimmer des Gasthauses "Löwen", heute Teppichhaus Seiler-Schlenker, statt.

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Gisbert: "Bisher war nur die Rede von Männern im Chor. Gab es keine Sängerinnen?"

Anton: Bis Mitte der 70ger Jahre des 19. Jahrhunderts gab es tatsächlich nur den Männerchor. Dann führte der damalige Dirigent, Lehrer Beck, den gemischten Chorgesang ein. Somit waren auch die Frauen

mit von der Partie. Das erste Konzert des gemischten Chores fand 1876 statt. In den folgenden Jahren ging es stetig aufwärts. Die Chöre hatten zahlreiche Auftritte, auch in größeren Städten. Das 40jährige Bestehen wurde mit einem Liederfest begangen und der Verein gehörte 1886 zu den Gründungsmitgliedern des Sängergaues Schwarzwald. Zwei Jahre zu spät, nämlich erst 1889, beging der Liederkranz sein 50. Gründungsfest. Die Zahl der aktiven Sänger betrug 41 und die der passiven Mitglieder 140. Es wurde in großem Rahmen gefeiert und eine neue Vereinsfahne geweiht

Chronik Epoche

1889 - 1937

Die Erfolge des Liederkranz mehrten sich. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche 1. und 2. Preise ersungen. Es nahte das 75jährige Jubiläum im Jahr 1912. Inzwischen war die Zahl der Sänger auf 150 angestiegen. Die Feier und der Festakt fanden im Saalbau des Hotel "Rößle" mit einem großen Programm statt. 1913 wurde der Liederkranz durch Ein tragung in das Vereinsregister rechtsfähig.
Nun kam eine schlimme Zeit, denn der 1. Weltkrieg brach aus und brachte Unglück in viele Familien. Auch 22 Sänger ließen ihr Leben. Trotzdem wurde geprobt und in Lazaretten gesungen.

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Gisbert: "Wie ging es nach dem Krieg weiter? Sicher wollten viele nicht mehr singen nach so viel Elend."

Anton: Nach Kriegsende sammelten sich die Übriggebliebenen. Den Wirren, Inflations- und Hungerszeiten zum Trotz gab es, dank des Gemeinschaftssinnes und des Zusammengehörigkeitsgefühles, einen raschen Aufschwung des Liederkranz. Es wurde im damaligen Gasthaus "Hirschen" geprobt. Schon nach kurzer Zeit waren die Räume zu klein, da die Sängerzahl erheblich zunahm, über 150 Aktive. Als neues Domizil wurde das Sanitätslokal in der Schillerstraße bezogen. Stetig wuchsen Leistungsfähigkeit und Mitgliederzahl des Chores an. Einem erfolgreichen Konzert 1920, in dem der Männerchor und der gemischte Chor mitwirkten, folgte 1922 der 1. Auftritt des neu dazugekommenen Frauenchores. Inzwischen drängten sich 230 Sänger und die ebenfalls zahlreichen Sängerinnen im zu eng gewordenen Sanitätslokal.

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Gisbert: "Konnte denn nicht ein größeres Probelokal gefunden werden?"

Anton: Der Plan, ein großes Sängerheim zu bauen, reifte damals heran. Aber wie verwirklichen, in Zeiten der Inflation und der dadurch entstandenen finanziellen Engpässe. Hier tat wiederum das gute Miteinander der "Liederkränzler" seine Wirkung.

Chronik Beethovenhaus 1

Ohne den enormen Einsatz aller, in Form von Arbeit, Zeit und Geld, wäre nie das geplante "Beethovenhaus" entstanden. 1927, der Liederkranz wurde 90, konnte es mit Feier und Konzert eingeweiht werden. Der Verein hatte damals 220 Sänger, 120 Sängerinnen, 535 passive und 195 Ehrenmitglieder. Weiterhin errangen die Sänger bemerkenswerte Erfolge. Doch die Finanzierung von Ausbau und Unterhalt des Sängerheimes wurde auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit und deren Begleiterscheinungen immer mehr erschwert. Die Mitgliederzahl schrumpfte auf 120 Männer und 35 Frauen. Nur durch großzügige Spenden und Schuldenerlaß konnte der Verein weiter bestehen. Hier muß vor allem der damalige Vorstand Jakob Kienzle als Retter in höchster Not genannt werden.

Durch einen neuen Dirigenten 1935 konnten die Sängerinnen und Sänger wieder an das frühere Niveau herankommen und zum 100. Geburtstag 1937 bildeten 150 Männer und 50 Frauen einen leistungsfähigen Chor.

Chronik Epoche

1937 - 1987

Chronik Vereinsfahne 2 vorne Chronik Vereinsfahne 2 hinten

Das Frühjahrskonzert des Jahres 1937 wurde sogar im Radio direkt übertragen.Der Liederkranz erhielt die Zelter-Plakette und die dritte Vereinsfahne  wurde geweiht. Bis 1939 konnten noch zahlreiche Preise erzielt werden. Leider kam es durch den 2. Weltkrieg ein weiteres Mal zu einem starken Einbruch in der Chortätigkeit. Zwar gab es noch Konzerte, auch in den Lazaretten wurde gesungen, gegen Ende des Krieges war jedoch ein Tiefpunkt erreicht. Sechs der Sänger kamen nicht mehr aus dem Feld zurück. Der Einmarsch der Franzosen 1945 setzte dem Vereinsleben ein Ende.

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Gisbert: "Ein Ende? Der Liederkranz existiert doch noch."

Anton: Ja natürlich gab es den Liederkranz auch nach dem Krieg wieder. Nur mußte der Verein bei der französischen Militärregierung einen Antrag auf Neugründung stellen, welcher von den Franzosen zur Überraschung und Freude von allen genehmigt wurde. Auch andere Vereine gingen diesen Weg.
Bei der Gründungsversammlung 1946 waren schon wieder 144 Mitglieder dabei.
Jetzt ging es wieder aufwärts. Zur Feier des 110jährigen Bestehens wurden große Werke erarbeitet und aufgeführt. Die Leistungen des Chores erreichten Höchststand. In der Zeit von 1950 bis 1958 waren ein Umbau des Beethovenhauses, wieder unter der Opferbereitschaft von Mitgliedern und Gönnern, und eine Sängerfahrt nach Wien bedeutsam. Ebenso sind große gesangliche Leistungen zu erwähnen. 1962, als man 125 Jahre Liederkranz feiern konnte, gab es eine Reihe musikalischer und geselliger Veranstaltungen.
Wegen der Erkrankung des Chorleiters und der finanziellen Belastung durch das Beethovenhaus wurde das Vereinsleben immer mehr gelähmt. Als 1965 ein neuer Dirigent antrat sind nur noch 32 Sänger und 7 Frauen aktiv dabei. So wenige waren es in den Jahren zuvor nie gewesen. Deshalb wurden die Chorgruppen umstrukturiert. Es gab nun den kleinen Chor, der später Kammer-Chor genannt wurde, den Männer- und den Frauenchor.

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Gisbert: "Wie wurde dem Liederkranz wieder auf die Beine geholfen?"

Anton: Als erstes entschloß man sich schweren Herzens, das Beethovenhaus an die Stadt zu verkaufen. Das geschah 1968. Auch wuchsen unter dem neuen Dirigenten im Laufe der sechziger Jahre die Chöre wieder zu passabler Größe an. 65 Sänger, 28 Frauen und 333 passive Mitglieder zählte der Verein nun. 1970 wurde das Beethovenhaus renoviert, allerdings gab es Einbußen in der Akustik. Die Aufführung von großen Chorwerken und Konzertabende fanden weiterhin statt, doch ließen sie sich immer schlechter verwirklichen. Es setzte in den siebziger Jahren leider ein Mitgliederschwund ein, ausgelöst durch Überalterung und besonders Nachwuchssorgen, namentlich im Männerchor. Darum schlossen sich die Schwenninger Gesangsvereine Frohsinn, Volkschor und

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Liederkranz zu einer Chorgemeinschaft zusammen, um wenigstens von Zeit zu Zeit große Projekte verwirklichen zu können. Durch Bemühen von Liederkranz und Chorgemeinschaft konnten im Beethovenhaus Arbeiten zur Verbesserung der Akustik ausgeführt werden. Wiedereröffnung war im September 1982 mit einem Konzert. Ab 1985 wurde der Kammer-Chor in "gemischter Chor" umbenannt. Trotz aller Schwierigkeiten konnte 1987 das 150jährige Bestehen des Chores gefeiert werden.

Chronik Epoche

1987 - 1999

Es wurden weiterhin in jedem Jahr Konzerte veranstaltet, welche hohe Anforderungen an die Sänger stellten. Innerhalb des Männerchores wurde noch eine "kleine Singgruppe" mit eigenem Repertoire gebildet. Die Anzahl der Männer nahm stetig ab, so daß man um 1991/92 entschied, sich mit den Sängern des Volkschores zusammenzuschließen, um singfähig zu bleiben. Als erfreulich kann ein anderes Ereignis gewertet werden: Im März 1991 wurde der Kinder- und Jugendchor ins Leben gerufen, wodurch der Chor einen Schritt in die Zukunft tat.

Chronik GFlaadt

Nach 30 Jahren als Chorleiter übergab Gerhard Flaadt im Dezember 1994 den Dirigentenstab an seine Nachfolgerin Petra Buroschek, die seither den Chor leitet. Beim Frauenchor gesellten sich 1997/98 die Sängerinnen des Volkschores dazu, da diese zu wenige geworden waren, um sich als Gruppe zu präsentieren. Die jetzige Chorleiterin bemüht sich, durch einstudieren hochwertiger Konzertprogramme das Image des Liederkranz zu verbessern und wieder ein größeres Publikum zu erreichen.
Mit der letztjährigen Revue "Wir machen Musik" und dem Konzert "Klangzeiten" von 1999 schlägt der Liederkranz diese neue Richtung ein.

Anton ist am Ende der Zeitreise angelangt.

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Gisbert: "Die Geschichte des Liederkranz ist sehr interessant, voller Höhen und Tiefen. Vielen Dank, daß Du mir alles erzählt und die Bilder gezeigt hast. Ich freue mich darauf, die nächste Probe zu besuchen und Dich wieder zu treffen. Also bis bald, Anton."

Anton: "Tschüß Gisbert, danke für Deinen Besuch".

Chronik Epoche

2000 - 2011

2000

Die Vorstandsvorsitzende feierte im Januar ihren 50. Geburtstag. Der Kinderchor überbrachte ihr selbst gebastelte Sonnenblumen und sang ein Ständchen.

Das erste Halbjahr war ansonsten geprägt vom Frühlingsfest der Chorgemeinschaft und geselligen Unternehmungen.

Im Oktober feierte Ehrenvorstand Josef Stein seinen 70. Geburtstag und die Chorgruppen umrahmten seine Feier. In der Mittwochsprobe brachten ihm die Young Voices ein Ständchen.

Der Einladung, sich am Festprogramm zum 20jährigen Bestehen des Frauenchores der Chorgemeinschaft Frohsinn Schramberg zu beteiligen kam unser Frauenchor Ende November gerne nach. Mit beschwingten Melodien traf man den Geschmack des Publikums.

Am 10. Dezember fand in der ev. Johanneskirche ein weihnachtliches Konzert statt, bei dem alle Chorgruppen mitwirkten. Deutsche Weihnachtslieder wechselten sich mit Gospels und Spirituals ab.


2001

Für den Frauenchor begann das Jahr mit einer Umstellung. An Stelle von Petra Buroschek leitete Barbara Reiser die Sängerinnen. Sie studierte an der Musikhochschule Trossingen Schulmusik und freute sich auf die Aufgabe. Beim Einsingen hatte sie gleich neue Methoden eingeführt und die Sängerinnen waren begeistert.

Im Februar verstarb Gerhard Flaadt nach langer schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren. Fast 30 Jahre leitete er die Chöre des Liederkranz mit großem Erfolg. Eine Abordnung begleitete seinen letzten Weg auf dem Tübinger Bergfriedhof.

Erfreulich war dagegen das nächste Ereignis, bei dem die Chöre musikalisch in Erscheinung traten. Ehrenvorstand Helmuth Manz und Hilde Sulzmann, die im Verein in vielen Funktionen tätig war, feierten zusammen den 85. Geburtstag.

Am 14. Juli konnte im Beethovenhaus mit "Aber bitte mit Sahne" an das Konzert von 1998 angeknüpft werden. Diesmal waren es die Schlager der letzten 50 Jahre, die im Mittelpunkt standen. Als Gast wirkte "La Courage" mit, ein Freiburger Frauenchor, der ebenfalls von Petra Buroschek geleitet wurde.

Der Kinder- und Jugendchor konnte auf sein 10jähriges Bestehen zurückblicken.

Am 6. Oktober wurde die lange Zeit der Proben und Vorbereitung mit einem sehr erfolgreichen Konzert belohnt. Zwei Mitglieder der Young Voices konnten zu Beginn der Veranstaltung vom Deutschen Sängerbund für ihre 10jährige Zugehörigkeit zum Chor geehrt werden: Anja Haller und Tanja Klein.

 

Ein ungewöhnliches Jubiläum beging der Frauenchor im Rahmen der Weihnachtsfeier. Er bestand in diesem Jahr 82 Jahre und war damit halb so alt wie der Liederkranz selbst. Der Frauenchor der Chorgemeinschaft Frohsinn Schramberg trat als Gastchor auf.
 

2002

Die Vorbereitungen und Proben zum großen Gemeinschaftskonzert von Chorgemeinschaft und Stadtmusik im November bestimmten weitgehend den Jahresverlauf.

Im September verstarb überraschend Reinhard Guttmann, der seit 1996 mit dem Amt für Organisation betraut war. Er hatte noch den Jahresausflug nach Heidelberg geplant, dessen Termin eine Woche nach seinem Tod angesetzt war.

Nach einer langen und intensiven Probenzeit präsentierte am Samstag, 9. November die Stadtmusik und die Chorgemeinschaft ein Galakonzert in der Polizeifachhochschule.
Beim Publikum ist die Auswahl an Musikstücken großartig angekommen.
Ob aus Joseph Haydn’s Jahreszeiten der “Winter”, Die “Carmen” aus Habanera, oder, von der Stadtmusik glänzend intoniert, “Der feierliche Zug zum Münster” aus Wagner’s Lohnengrin, alles schien den Geschmack der Zuhörer getroffen zu haben. Bei den Jahreszeiten sangen außer den Chören die Solisten Silvia Schrenk (Sopran) und Franz Neymeyer (Tenor) mit, die Carmen gab Claudia Römer.
Der Männerchor besang die “Weiber” und der Frauenchor schwelgte in der “Barkarole”. Alles aufzuzählen, was an diesem Abend geboten wurde, würde den Rahmen sprengen.
Die Moderation wurde gekonnt und humorvoll von Joachim Budde übernommen.
Die Dirigenten der Stadtmusik, Herr Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner und der Chöre, Herr Peter Ungelenk, Joachim Budde, Petra Buroschek und Barbara Reiser hatten gute Arbeit geleistet und zusammen mit den Musikern und Sängern zum Erfolg des Abends beigetragen.
 

2003

Auf der Gauversammlung in Renquishausen am 16. März trat der Gau-Jugendchor mit dem "Projekt S" auf. Unter der Leitung von Petra Buroschek hatten die jungen Chormitglieder schwierige Stücke, wie z. B. die "Geographische Fuge" eingeübt. Brigitte Lutz wurde bei dieser Versammlung die Goldene Ehrennadel für ihre Verdienste verliehen.

Ein Konzert mit geistlicher Musik aus 1000 Jahren fand am 29. März in der ev. Johanneskirche statt.

Nach einzelnen Stücken, von den verschiedenen Chorgruppen gesungen, bildete die dem Konzert den Namen gebende Rock-Kantate "Creation" den Abschluss und Höhepunkt des Konzertes.
Für Barbara Reiser war es das letzte Konzert, bei dem sie den Frauenchor dirigierte.

An ihre Stelle trat Cristian Lang, der, wie sie, an der Musikhochschule Trossingen ein Studium absolvierte.

Beim 20. Chorfest des Deutschen Sängerbundes vom 19. – 22. Juni in Berlin beteiligte sich der Liederkranz am Gesamtchor aus schwäbischen Landen auf dem Marlene-Dietrich-Platz.

Gleichzeitig war der Aufendhalt in Berlin auch der Jahrersausflug des Gesamtchores. Die Tage wurden ausgiebig für Besichtigungen genutzt. Auf dem Bild unsere jungen Teilnehmer im Park von Schloß Sanssouci.

Ein eigenes Konzert unter dem Titel "Best of Young Voices" bestritten die Sängerinnen und Sänger des Jugendchores am 14. November. Mit einem Querschnitt durch ihr reichhaltiges Repertoire und der Jazz-Formation VIRTUO CITY gelang es, das Publikum zu begeistern. Die Wiederholung des Konzertes war zwei Wochen später in St. Georgen.


 

2004

Im Mai bewies auch der Kinderchor, dass er ein eigenes Konzert gestalten konnte.

Neben zwei Streichen aus "Max und Moritz", die von den "Notenhüpfern" präsentiert wurden, stellten sich die "Little Voices" hier erstmals vor großem Publikum vor. Im Mittelpunkt stand aber das Kindermusical "Ritter Rost und Prinz Protz".

 

Lieder der Nacht waren Thema des Konzertes am 10. Juli. "Carpe Noctem" bot nicht nur Gesang, sondern auch szenische Darstellungen. Ein Konzept, das beim Publikum ankam.


 

 

 

Am 22. Oktober verstarb unser Ehrenvorstand und Sängerkamerad Helmuth Manz im 89. Lebensjahr.
Über 56 Jahre unterstützte er den Liederkranz mit seiner Stimme, seiner Tatkraft und Begeisterung. Als Schatzmeister und Vorstand hatte er über 20 Jahre hinweg die Geschicke des Vereins mitbestimmt und bis fast zuletzt die Seniorengruppe betreut.

 

 

 

Am 1. Dezember waren es genau 10 Jahre, dass Petra Buroschek die Chorleitung im Liederkranz übertragen wurde. Die Männersinggruppe sang zu Beginn für sie ein paar fröhliche Lieder. Im Anschluss an die Probe wurde aus diesem Anlass eine kleine Feier abgehalten.

Ein vorweihnachtliches Konzert wurde nach kurzer Probenzeit am 11. Dezember in der ev. Johanneskirche unter dem Titel "Let's Sing a Song of Christmas" durchgeführt. Als Gastchor trat "La Courage" aus Freiburg auf.
 

2005

Nachdem im vergangenen Jahr das Frühlingsfest der Chorgemeinschaft ausgefallen war, konnte es im April in neuer Form unter dem Motto "Mit Musik geht's einfach besser" wieder veranstaltet werden.

Petra Buroschek hat auf Ende des Jahres ihren Vertrag aus persönlichen Gründen gekündigt.

Das letzte, von ihr geleitete, Konzert unter dem Titel "Laudate Dominum" fand am 8. Oktober in der ev. Johanneskirche statt. Alle Chöre des Vereins wirkten bei diesem Konzert mit.

 


Ausschnitte aus dem Konzertprogramm wurden im Rahmen eines Gottesdienstes in der Mariä Himmelfahrtskirche am 23. Oktober gesungen.

Am gleichen Tag erhielt Karl-Heinz Häring die Goldene Ehrennadel für seine Verdienste um den Verein auf dem Ehrungstag des Sängergaus Schwarzwald überreicht.

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde Petra Buroschek nach 11 Jahren Chorleitertätigkeit verabschiedet. Die Männersinggruppe ließ es sich nicht nehmen, ihr ein umgeschriebenes Lied zu widmen.

 

Auf der Weihnachtsfeier konnte bereits ihr Nachfolger, Daniel Sütö, vorgestellt werden.


 

2006

 

 

Im Frauenchor stand ebenfalls ein Chorleiterwechsel an. Cristian Lang musste aus beruflichen Gründen seine Tätigkeit beenden, hatte sich aber um einen Nachfolger bemüht. Andrzej Rodzaj trat im April an seine Stelle.

 

 

 

Ein Frühlingsfest mit dem Titel "Beschwingt in den Frühling" wurde durch die Chorgemeinschaft nochmals am 1. April durchgeführt. Ein abwechslungsreiches Programm war zusammengestellt und durch zahlreiche Besucher belohnt worden. Daniel Sütö trat u. a. auch solistisch auf. Trotzdem war es aus finanziellen Gründen das vorerst letzte Fest dieser Art.

Bei der 1. Langen Schwenninger Kulturnacht konnten Frauen- und Gemischter Chor im Heimatmuseum einen viel besuchten Auftritt absolvieren.

Das 1. Konzert unter Leitung von Daniel Sütö fand in der Marienkirche in Aldingen, gemeinsam mit dem dortigen Kirchenchor, statt. Young Voices und der Gemischte Chor traten auf. Der Erfolg des Auftritts bestärkte die Chöre und bewies die gute Arbeit von Daniel Sütö gleich zu Beginn seiner Tätigkeit.
 

2007

 

Am 16. Juni begaben sich die Mitglieder nach Ravensburg, um dort am Landesmusikfestival teilzunehmen. Sie beteiligten sich am Gesamtchor des Sängergaus Schwarzwald.

Eine besondere Ehrung erfuhr der Liederkranz durch die Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel. Diese Auszeichnung wird vom Land für besondere Verdienste um die Kultur verliehen.

 

Kai Guttmann konnte auf dem Ehrungstag des Sängergaus Schwarzwald in Oberndorf die goldene Ehrennadel für seine Verdienste in Gau und Verein in Empfang nehmen.

Die 2. Schwenninger Kulturnacht und das Konzert "Erlesenes" im Juli gehörten zu den Highlights des Jahres. Im Konzert wurden gekonnt so verschiedene Musikrichtungen wie Oper, Musical und Rock miteinander verbunden. Dieses 1. große Konzert unter Leitung von Daniel Sütö hat sehr gute Kritiken erhalten.


 

2008

An der Jahreshauptversammlung stellte sich Brunhilde Zimmermann nicht mehr als Vorstandsvorsitzende zur Wahl. Für sie wurde Brigitte Lutz in das Amt gewählt. Bisher leitete sie den Kinderchor und war im Vorstand für die Jugendarbeit zuständig. Als Dirigentin des Kinderchores konnte Ulrike Tews engagiert werden, Jugendreferentin wurde Maike Zimmermann.

Nach längerer Zeit führte der Verein Anfang Juni wieder einen 2-tägigen Gesamtchorausflug durch. Es ging in den Pfälzer Wald und das Programm hätte nicht abwechslungsreicher sein können.

Ein Platzkonzert auf dem Villinger Osianderplatz und der Auftritt an der Schwenninger Kulturnacht im Sommer waren Werbung für das Konzert "Liebesgefühle" am 15. November.

 

 

Der Frauenchor musste erneut einen Chorleiterwechsel hinnehmen. Für Andrzej Rodzaj wurde Gabriela Gollasch unter Vertrag genommen. Sie war schon seit 1999 Mitglied im Verein und sang im Frauen- und Gemischtem Chor. Sie hatte 2007 einen Vizechorleiter-Lehrgang absolviert und im Anschluss legte sie die Chorleiterprüfung C ab.

 

 

 

Am 15. November konnten alle Chöre mit ihren Auftritten beim Konzert "Liebesgefühle" überzeugen.
Liebesglück und Liebesleid waren Thema und wurden auf vielfältige Weise besungen. In gekonnter Weise führte Joachim Budde durch das Programm.


 

2009

Im Juli stand zunächst die Schwenninger Kulturnacht auf dem Programm. Zum 1. Mal beteiligten sich auch die Young Voices und der Auftrittsort war in den Innenhof des Rathauses verlegt.

Beim Chorfest in Heilbronn unter dem Motto "Stadt – Chor – Fluss", beteiligten sie etliche Mitglieder am Gesamtchor des Sängergaus Schwarzwald, andere bei der "Soundtrack-Symphonie". Die Liederkranz-Chöre traten im Deutschordensmünster auf.

Etwas Besonderes war für alle Teilnehmer die einwöchige Konzertreise an den Plattensee in Ungarn. Siehe Ungarnreise ‘09.

Von Vorstand und Chorleiter organisiert wurde die letzte Augustwoche mehr als erlebnisreich. Neben den touristischen Aspekten waren auch Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen vorgesehen. Mit vielen positiven Eindrücken von Land und Leuten kehrten die Reiseteilnehmer wieder zurück.

Gemeinsam mit dem Kirchenchor Mariä Himmelfahrt aus Seitingen-Oberflacht wurde das "Requiem, op. 48" von Gabriel Fauré einstudiert. Mit Solisten der Musikhochschule und dem Generationenorchester der Musikakademie Villingen-Schwenningen wurden zwei Aufführungen durchgeführt. zuerst in Seitingen-Oberflacht und am 14. November in der ev. Johanneskirche in Schwenningen. Für viele der Sänger war es eine neue Erfahrung, Musik dieser Art zu singen.
Zuschauer und Kritiker waren begeistert.


 

2010

Das Jahr stand ganz im Zeichen der Landesgartenschau. Ein großes Konzert unter dem Titel "Klang Hoch Drei" sollte auf der großen Showbühne der Landesgartenschau aufgeführt werden und verlangte viele zusätzliche Proben. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Frohsinn Schramberg und der Stadtmusik Schwenningen wurden Opern- und Musicalmedleys eingeübt. Von Carmen und Nabucco bis hin zu ABBA und Andrew Lloyd-Webber standen auf dem Programm.

Am 11. Juni fand die Aufführung statt. Mehr als tausend Besucher folgten dem Programm und jubelten am Ende begeistert. Am anderen Tag wurde das Konzert im Bärensaal in Schramberg zugunsten "Schramberg hilft Afrika" wiederholt. Beide Male vielen auch die Kritiken nur positiv aus.

Am 7. Oktober feierte Ehrenvorstand Josef Stein seinen 80. Geburtstag. Eine Abordnung überbrachte ihm die Glückwünsche des Vereins und sang natürlich auch ein Ständchen.

 

Eine 2-tägige Ausflugsfahrt wurde Mitte Oktober gemeinsam mit Mitgliedern der Chorgemeinschaft Frohsinn Schramberg in Odenwald und Spessart unternommen und die guten Verbindungen konnten weiter vertieft werden.


 

2011

Der Liederkranz war Gastgeber bei der Chormesse des Chorverbandes Schwarzwald-Baar-Heuberg, vormals Sängergau Schwarzwald. Leider in nur abgespeckter Form wurden im Beethovenhaus Workshops angeboten, Stimmbildung betrieben und natürlich viel gesungen. Der Kinderchor hatte einen kleinen Auftritt.

Am 11. und 12. Juni führte der Liederkranz gemeinsam mit dem MGV Frohsinn Schwenningen auf der Möglingshöhe ein Sommerfest durch. Für den "Festneuling" Liederkranz war der Erfolg des Festes, trotz schlechter Witterung, eine positive Erfahrung.

 

 

 

Auf dem Ehrungstag des Chorverbandes SBH am 3. Juli in Wittershausen bekam Johannes Fehrenbach die goldene Ehrennadel überreicht. Auch die Ehrungen durch den Chorverband für langjährige Aktive wurden hier verliehen.

 

 

 

 

Kurz vor den Ferien, am 23. Juli, erhob sich der Liederkranz mit seinem Konzert "In 80 Minuten um die Welt" in die Lüfte und die Chöre sangen Lieder aus aller Herren Länder in Originalsprache. Das Konzert bot für Auge und Ohr gleichermaßen etwas.

 

Der Chorverband feierte in diesem Jahr sein 125jähriges Bestehen und beim Jubiläumskonzert am 9. Oktober in der Klosterkirche Oberndorf sangen Chorgemeinschaft Frohsinn Schramberg und Liederkranz das ABBA-Medley aus dem Konzert "Klang Hoch Drei".

Das 20jährige Bestehen des Kinder- und Jugendchores wurde mit einem großen Konzert am 19. November im Beethovenhaus gefeiert. Die Young Voices präsentierten ihre "Best of" und die Little Voices hatten gemeinsam mit dem Kinderchor "Traumszenen", gepaart mit Disneymelodien, einstudiert. Ein volles Haus und strahlende Gesichter am Ende des Konzertes zeigten, dass man in der Jugendarbeit auf dem richtigen Weg ist. Die Spenden in Höhe von insgesamt 1000 Euro gingen je zur Hälfte an das KiFaz und den AWO-Schulkindergarten.

 

 

 

Das Jahr 2012 hat zum 175jährigen Jubiläum eine eigene Seite bekommen: Jubiläumsjahr’12

 
 

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